Rückreise Tag 2

Die Route bei GPSies

 

 

Die Strecke

 

Und erstens kommt es anders… Hab heute meinen ersten Regentag der Tour eingezogen. Und mit Strassen waschen war auch nix gewesen. Aber der Reihe nach.

 

Nach Norden raus, den Mont Aigoual zum Aufwärmen. Das erste Highlight: Nebel, wieder eine dicke Suppe. Weil es zuwenig geregnet hat, ein schmieriger Belag am Boden. Mein Po hat öfters mal gezwickt, ein Gefühl das mich auch später noch begleiten sollte.

 

In Florac hart rechts Kurs Ost. Die Luft wird feuchter, es beginnt zu nieseln. Null Problemo. Je näher ich aber dem Gorges de l'Ardèche kam desto stärker wurde das nieseln. Ich kam nicht mehr drumrum, die Membrane musste angezogen werden. Hätt ich schon viel früher tun sollen. Der Gorges de l'Ardèche mag mich nicht, und umgekehrt wird auch ein Schuh draus.

 

Inzwischen regnete es richtig, meine Laune sank zusehends. Die Temperaturen ebenfalls, in der Tiefebene der Rhone war es 15°C. Die Strassen hier waren auch nicht der Brüller, man ist ja verwöhnt.

 

Von nun an: straight east. Vorwärtskommen hiess das Motto, egal wie viele Langholztransporter noch im Weg rum standen. Ich hab heute sicher ein halbes Dutzend überholt. Scheinen eine blühende Holzindustrie zu haben.

 

Und Flics hab ich auch an mehreren Orten gesehen, allerdings erst als der Regen wieder nachliess. Hier wird noch mit der Lichthupe gewarnt. Die Strasse gen Osten wäre übrigens schön gewesen, die Landschaft sowieso. Nach 450km, 250 davon im Regen, war auch ich in Barcelonetta.

 

Mit der mittlerweile starken Unterkühlung war ich froh emdlich absteigen zu können. Gefällt mir hier bei Christoph und Sandrine, beim Abendessen am - einzigen - grossen Tisch wird Deutsch, Französisch und Englisch gesprochen, wild durcheinander. Das Chalet ist hübsch, halt voll auf Winter ausgerichtet. Dafür ist das Ressort Pra Loup als solches, äusserst hässlich.

Chalet Pra Loup, Urubaye