Rückreise, Tag 1

Ich hab einen Ruhetag eingelegt, Zeit um Verwandte zu besuchen.

 

Gespenstische Stimmung im Dorf. Der Nebel drückt vom Meer herein, doch die Sonne hält nach Kräften dagegen. Schwade um Schwade wirft der Nebel alle seine Macht in die Wagschale, doch die Strahlen der Sonne obsiegen.

 

Die Route bei GPSies

 

 

Die Strecke

 

Das Spiel der Sonne gegen den Nebel erhält eine neue Auflage. Ich verlasse den Kampfplatz Richtung Norden, bin mir jedoch sicher, der Sieger wird wieder derselbe sein.

 

Da heute eine etwas längere Etappe anstand, machte ich dass ich vorwärts kam. Über die D612/D611 Perpignan weiträumig umfahren und mit der D907 in die Hügel eingestiegen. Die Strassenbauer haben wohl selber etwas zuviel vom hiesigen Rebensaft gekostet. In Lacaune dann auf die D32 Richtung St. Affrique gewechselt. Empfehlenswert, gerade im Hinblick auf das Vorwärtskommen. Sehr kurvenreich, aber trotzdem schnell. Andererseits gibt’s wohl keine Strasse hier in der Gegend, die man nicht mit dem Prädikat kurvenreich versehen könnte.

 

Mit der D7 einen Bogen südwärts gefahren, wollte ich nicht eigentlich gegen Norden? Zusammen mit der D999 erreichte ich Le Vigan in den Cevennen. Von da an ist Vallerauge nur noch ein Katzensprung.

 

Zum Verkehr gibt’s nicht viel zu sagen, ausser vielleicht dass er fehlte. Nicht mir, aber generell.

 

Abends hat’s geregnet, da kam die Hoffnung auf, die Strassen würden mal ordentlich gewaschen. Die Wettervorhersagen für den folgenden Tag waren ja gut. Und da sowenig Verkehr auf den Strassen ist, könnte man ja eine mal angefangene Sache zu Ende bringen, den Gorges de l'Ardèche. Da hab ich letztes mal das Handtuch geworfen und bin bei erstbester Gelegenheit auf den Berg abgebogen.

 

La Grenouille, Valleraugel