Pyrenäen, Tag 1

Die Route bei GPSies

 

 

Die Strecke

 

Pässe zum Frühsport, nicht vor dem Frühstück, aber immerhin. Auf's Moped und gleich in die Höhe, nicht die allerhöchsten, aber drei 1300er zum Anfangen gehen auch. Irgendwo da fuhr ich auf einen Langholzwagen auf. Hey, beschmiss mich der mit kleinen Ästen! Und wenn er plötzlich Grössere nimmt? Dem kannst du nur durch Überholen entgehen.

 

Auf dem Col de Mente sagte mein Navi: Geh links. Hallo, die einzige mir bekannte Strasse geht rechts, links ist nur das Skigebiet. Karte hervorgeholt, tatsächlich, da geht ne Strasse runter. Mal anschauen. Aber was die heutzutage als Strasse bezeichnen, nur weil sie früher mal asphaltiert war! Ohne mich.

 

Ein erster, kurzer Abstecher auf spanisches Gebiet. Hola, die Guardia Civil bei einer Kontrolle. Es war aber wohl schon zu heiss, sie beliessen es bei einem 'Schau mir in die Augen, Kleines'.

 

Die Pässe wurden höher und ich entdeckte eine neue Spezies. Sind im Hochsommer die Radfahrer die Langsamsten auf der Strasse, hat jetzt noch eine andere Gattung die Landstrasse entdeckt: Die Wanderer. Da der Verkehr so gering ist, wandern sie im September auf der Strasse. Geht ja auch einfacher als im Gebirge.

 

Tja, die Touristen. Luchon im August deren Tummelplatz, im September tote Hose. Wie ich später noch erfahren sollte, soll es nicht ganz so schlimm gewesen sein.

 

Noch über den Tourmalet und den Aubisque, dann hart nach Süden. Welch Gegensatz, kaum über den Hauptkamm. Im Norden alles grün, im Süden alles verdorrt, die Stauseen leer, die Temperatur steigt. Bienvenides a Espanya.

 

Das Hotel nochmals eine Steigerung, ein Traum. Eine halbe Stunde schwimmen, vor dem ersten Bier.

 

Hotel Villa Virginia, Sabiñánigo