Hinreise, Tag 2

Die Route bei GPSies

 

Die Strecke

 

Da war der Vercors. Den Gorges de Bourne und die Höhenstrasse dem Combe de Laval entlang wollte ich unbedingt nochmals fahren. Meinetwegen auch zweimal. Doch Schreck lass nach, die Strasse durch den Gorges war geschlossen. Barre. Mist. Das Navi sagte, kann man umfahren. Gesagt getan, war aber ein weiter Umweg. Ein Blick hinauf in die Berge verhiess nichts Gutes. Wolkenverhangen. Mit eh schon Rückstand auf die Marschtabelle, ein schwerer Entscheid. Er fiel für den Combe. War aber ein Fehler. Alles im Nebel. Weiter über den Col de la Machine und den Col de la Battaile. Man sah die Hand nicht vor den Augen. War der Nebel zuerst noch trocken, so wurde er je länger es ging umso nasser. Das Visier hoch geklappt, um überhaupt noch was zu sehen. Auch der Wind nahm zu, böig. Klapp, das Visier unten. Ich stritt ein Weilchen mit ihm, rauf - runter - rauf - runter. Also ein Machtwort gesprochen und den ganzen Kinnteil hochgeklappt, wofür hat man den einen Klapphelm. Es war zwölf als ich aus dem Vercors kam.

 

Der Mistral blies unablässig, also möglichst schnell rüber in die Ardèche. Die Rhonebrücke hatte es in aber in sich, war sie doch gut aus gestattet mit seitlichen Trägern. Alle drei Meter. Hiess, alle drei Meter blies der Mistral durch, jedes Mal ein richtiger Schlag in die Seite.

 

Die Parkplätze an den Landstrassen sind ja, nein ich sag’s jetzt nicht. Dieser hier hatte arge Schräglage und wie immer viel Kies. Ich wollte gegen den Berg wenden, ein Fehler. Etwas mehr Geschwindigkeit und es hätte funktioniert. So aber lag die Fuhre wieder auf der Schnauze, ein freundlicher Autofahrer half mir, sie wieder aufzustellen.

 

Der D104 entlang, bei Aubenas Richtung Westen abgebogen, der D19 folgend, einmal quer durch die Ardèche. Dieses Jahr wollte ich von Süden nach Vallerauge anreisen, die D10 aus Nordosten meiden. Die geht nicht mehr nach einem langen Tag.

 

Also bog ich früher nach Süden ab, via Villefort und Genolhac. Die D906 nehme ich von jetzt an immer, besteht die doch aus einer sinnlosen Aneinanderreihung von Kurven. Kilometerweit. Breit, gut ausgebaut und nicht die allerengsten Radien. Die Traumstrasse der Schräglagenfreaks.

 

Vallerauge: Klein, familiär und ich war nicht der einzige D10 geschädigte bei Uwe und Sabine.

 

La Grenouille, Valleraugel