Pyrenäen, Tag 3

Die Route bei GPSies

 

 

Die Strecke

 

Ich fuhr heute morgen westwärts, der D618 nach, auf den Col de Peyresourde. Eine kleine Strasse, mässiger Belag, kein Verkehr, keine Radfahrer. War ja auch noch früher Morgen. Anschliessend kam der Col d'Aspin mit wieder besserem Belag, wenig Verkehr, wenig Radfahrer. Weiter der D918 nach den Col du Tourmalet hoch. Und hier kamem sie, die Radfahrer und die Touristen. Das die mit ihren Wohnmobilen auch immer über alle Pässe wollen. Der Tourmalet liegt mitnichten auf einer Route in den Süden. Ich war so um Elf/halb Zwölf oben, eindeutig zu spät. Die Strasse? Hätte nicht gedacht, das die Strasse in einem so schlechten Zustand ist, als Renomierpass der TdF. Also so schlecht ist die Strasse wirklich nicht, es hat schon Stellen mit älterem Belag. Teilweise ists auch recht holprig, so im Stile einer Kukident-Teststrecke.

 

Ab Luz Saint-Sauveur hiess die Strasse dann D921. Durch den Gorge du Luz. Da war wieder der Teufel los. Sehr viel Verkehr bis Argelès Gazost, wir sind hier auch im Einzugsgebiet von Lourdes. Aber dann abbiegen, wieder auf die D918 hinauf auf den Col du Soulor. Wunderbare Strasse, guter Belag, viele Kurven, aber auch gut besucht von Radfahrern.

 

Auf der Passhöhe zweigt die Anfahrt zum Col d'Aubisque ab. Die örtliche Jagdgesellscha ft war auch zugegen, mit drei Dutzend Fahrzeugen, grosse Sache. Guter Belag, wenig Radfahrer. Vielleicht haben sie vor dem drohenden Wetterumschwun g reissaus genommen, vielleicht mögen sie auch einfach die Strasse nicht. Die Strasse ist einfach in eine beinahe senkrechte Felswand hineingehauen, dem Cirque du Litor entlang. 4m breit, 30cm neben dem Asphalt beginnt der Abgrund. Leitplanken? Abschrankungen? Fehlanzeige. Ist nicht jedermanns Sache. Die eigentliche Strasse auf den Pass war wieder excellent, von den Kuhfladen mal abgesehen. Aber wir wissen ja, hier unten stammen sie von Pferden. Die trampeln da auf dem Pass zwischen den parkierten Autos herum und wollten von den Touris gefüttert werden. Die Abfahrt von Col d'Aubisque war wieder der Hammer.

 

Unten auf die D934 nach Süden eingebogen, auf den Col du Pourtalet. Gute Strasse, für eine Nord/Süd Verbindungsstr asse wenig Verkehr. Auf nach Spanien. Danach gings mit hohem Tempo dem Tale zu bis Biescas. Dort bin ich, bei Km 490 in die N-260 nach Osten eingestiegen. Ich weiss nicht wie lange Strassen die hier in Spanien haben, sie kommt als Hauptstrasse aus dem Süden und wird hier wieder zu einer Nebenstrasse. Das Stück zwischen Biescas und Ainsa ist ein Hit. Grösstenteils guter Belag, vielfach neu, gut ausgebaut, stellenweise eine Kurve nach der Andern. Auch die spanischen Motorradpolizi sten mögen sie, ich hab auf diesem Teilstück zwei 2er Patroulien gesehen, die kamen auch recht tief aus der Kurve. Übrigens die Einzigen bis jetzt auf dieser Reise.

 

Da noch Zeit genug war, fuhr ich nicht wie zuerst beabsichtigt über die A-138 nach Norden, sondern folgte weiter der N-260. Die wurde nach Ainsa jedoch wieder zu einer Art Schnellstrasse . In Campo meinte mein Navi, ich solle jetzt der HU-V-9401 folgen (in Spanien enden die Strassen vielfach am Ortseingang und beginnen am anderen Ende wieder. So, jenachdem wie dich das Navi durch die Ortschaft führt... ich merkte erst später, dass es nicht mehr die N-260 war). Aber gut, auf den nächsten 25km kam mir genau ein Auto entgegen. Teilweise 3m breit, über sanfte Hügel, durch wilde Täler, alles war dabei.

 

Am Ende traf ich auf die N-230 gegen Norden, da hatte mich der Verkehr wieder. Über Vielha und den Col du Portillion gings wieder zurück nach Luchon.

 

Ein Tip an die Raucher: Bleibt auf der anderen Seite der Grenze, die Spanier sind da lockerer.