Motorrad

Nach vielen Jahren Pause hab ich wieder mit dem Motorradfahren begonnen. Zuerst mit etwas Gemietetem. Eine 125er einen Tag lang durchs Oberland gequält, eine 250er eine Woche über die Costa Brava gescheucht. Etwas grösseres gab es nicht zu Mieten. Aber ok, passte und machte Spass.


Die Chopper hatten mir ja schon immer gefallen. Nach dem Studium der Sitzposition und der Überlegung was ich damit anstellen wollte, meldete mein Rücken aber sofort Rekurs an. Und ABS hatten sie zu der Zeit auch noch nicht. Und teuer durfte sie auch nicht sein, zu Beginn fällt man sicher mal hin.


Dann inserierte ein Mech in meiner Nähe seine Vorführmodelle der F 650 GS Twin 2008. Angesehen, aufgesessen, gekauft. Die grosse Prüfung abgelegt, dann ging's das erste Mal in die Pyrenäen.

Gut, dieses Bild stammt nicht aus den Pyrenäen, wer kennt den Berg im Hintergrund?


Temperaturen machten ihr nichts aus, egal ob kalt oder heiss. Einen nicht fahrplanmässigen Schaden gab es trotzdem, mit 61'000km brannte die Lichtmaschine durch. Vielleicht war es in Spanien doch zu heiss. So oder so war es der erste Jahrgang des Reihenzweizylinders.


Die Lima schien eine Schwachstelle zumindest dieses Jahrgangs sein, mein späterer Mech meinte "das höre er jetzt nicht zum ersten Mal." Die neue Lima musste von Berlin eingeflogen werden, in der Schweiz gab es keine (mehr). Das suggeriert zwei Möglichkeiten: Entweder waren sie ausverkauft oder für die Verantwortlichen war der Fall derart unwahrscheinlich, dass sie gar keine importiert hatten.

Irgendwann kam mir der Gedanke nach etwas stärkerem und ich fing an mit Probefahren. Mit 68'000km hab ich sie schweren Herzens an Zahlung gegeben, danach führte sie als Fahrschulmotorrad ein Leben im Ruhestand.


Ich fahre nun ihre grosse Schwester, die R 1200 GS. Sie hat mich nun seit 140'000km ohne nennenswerte Schäden begleitet, zusammen sind wir schon mehrmals in den Pyrenäen und im Osten in Kroatien und Bosnien gewesen.